Das Museum

Sammeln, Bewahren, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das sind die Grundsäulen musealer Aufgabe und Tätigkeit. Doch was bedeutet das Wort "Museum" eigentlich?

Es leitet sich ab von vom griechischen Ausdruck "museion" als Ort der Erinnerung und Verehrung. Es ist der Ort, wo die Musen wohnen wie z. B. heilige Berge und Wälder. Die Musen sind die Beschützerinnen der freien Künste. Die Töchter des Zeus und Mnemosyne als Tochter des Himmels und der Erde teilen sich diese Aufgabe. Schon das Wort Mnemosyne bedeutet das sich Erinnernde. Mouseion wird später zum Synonym für den Ort der Bildung. Gegenständliche Sammlungen und schriftlich fixiertes Wissen entstehen in Athen und Alexandria. Eine lange Entwicklung zur heutigen Museumslandschaft setzt ein.

Sie reicht von mittelalterlichen Schatzkammern der Fürsten über Wunderkammern und Kuriositätenkabinette des 16./17. Jh. zu den ersten staatlichen öffentlich zugänglichen Sammlungen seit dem 18. Jh.

Vielfältige Aufgaben moderner Museen

Heute haben die Verantwortlichen den Spagat zwischen Bewahren und Präsentieren zu bewältigen. Auf der einen Seite gilt es, die Exponate vor physischer Vernichtung zu schützen, auf der anderen Seite sollen sie dem Publikum zugänglich gemacht werden. Hier stellen sich Herausforderungen im Bereich der Dokumentation, Magazinierung und Konservierung. Je nach Material müssen besondere Methoden des Erhalts, der Klima- und Sicherheitstechnik angewandt werden.

Das Museum als Ort der Bildung und des Erlebens erfuhr in den letzten 200 Jahren einen Schub auf dem Gebiet der Museumspädagogik. Besucher aller Alters- und Bildungsklassen werden heute nach modernen Prinzipien an das Museum herangeführt. Medienstationen, Mitmachaktionen sollen die jeweiligen Zusammenhänge veranschaulichen, aber auch zum Nachdenken anregen. Hier besteht jedoch die Gefahr der Überpädagogisierung. Die Führung durch geschulte Museumsmitarbeiter lädt zum Gespräch ein, leht das "Sehen" und leitet dazu an, sich mit den präsentierten Objekten auseinanderzusetzen.

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